Kinshasa, erste Reise. Schwarzweiß fotografiert und parallel gedreht — eine freie Arbeit ohne Auftrag, aus der später KONGO. Stimmen der Selbstermächtigung geworden ist.
Die Entscheidung für Schwarzweiß war keine ästhetische Laune. Die Bildgeschichte Afrikas ist überwiegend monochrom und stammt zu großen Teilen aus der Kolonialzeit. Wer heute dort fotografiert, arbeitet in diesem Erbe — das wollte ich mitreflektieren, statt darüber hinwegzugehen.
Auf der zweiten Reise, ins Landesinnere um Kikwit, wurde in Farbe gearbeitet. Die Bildstrecke ist damit zur Hälfte schwarzweiß, zur Hälfte farbig — eine Spanne, die künstlerisch interessant und fotodokumentarisch ganz normal ist.
Film und Bildband entstehen als Eigenproduktion des Hauses.

